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The Hunger of the Shadow · Kapitel 6 — Kapitel 6 Weißstufiger Dämon!

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Kapitel 6

Kapitel 6 Weißstufiger Dämon!

„Was... ist das?"

Er hatte überhaupt nicht vor, sich tief in die Gefahrenzone zu begeben, um nach einem Weißstufigen Dämon zu suchen.

Jiang Han bemerkte敏锐地察觉到, dass diese Textzeile anscheinend ein gewisses Eigenbewusstsein besaß und sein Verhalten gezielt zu lenken versuchte.

„Nein! Ein Weißstufiger Dämon verfügt bereits über die Fähigkeit, Menschen zu töten. Nur ein Spiritwächter der ersten Stufe kann ihm begegnen. Wenn ich gehe, ist das doch glatter Selbstmord!"

Jiang Han sprach absichtlich laut, drehte sich um und machte sich auf den Weg den Berg hinab.

In diesem Moment erschien erneut eine Textzeile in seinem Blickfeld:

„Du zweifelst daran, dass diese Textzeile andere Absichten verfolgt, also kehrst du auf demselben Weg zurück. Am Ende verlierst du jenen Jadeseele-Stein der Grünen Stufe und fällst bei der Aufnahmeprüfung der Tianji-Pavillon durch."

Jiang Han erstarrte in seinen Schritten, und dunkle Linien glitten augenblicklich über seine Schläfen.

„Wie kommt es mir vor, als würde ich ein Text-Adventure-Spiel spielen?"

Jiang Han wollte diese plötzlich aufgetauchte Cheat-Funktion am liebsten beschimpfen. Welcher große Gott steuerte eigentlich seine Rolle?

„Nach reiflicher Überlegung der Konsequenzen beschließt du, in die Tiefe vorzudringen, um den Nebeldämon zu suchen."

Die Gegenseite hatte Jiang Hans Psychologie fest im Griff. Im Nu veränderte sich der Text.

Kurzerhand ließ sich Jiang Han im Schneidersitz nieder und sprach in die Luft: „Du musst mir wenigstens eine konkrete Antwort geben. Wie zum Teufel soll ich es mit dem Nebeldämon aufnehmen? Wenn ich zurückkehre, verliere ich höchstens einen Jadeseele-Stein der Grünen Stufe. Tue ich aber, was du sagst, ist mein Leben futsch."

Bald darauf verzerrten sich die schwarzen Zeichen in seinen Pupillen zu einer neuen Aufforderung:

„Du hast alles versucht, aber keine Methode gefunden, dem Nebeldämon beizukommen. Schließlich richtest du deinen Blick auf den Schatten zu deinen Füßen."

Daraufhin warf Jiang Han einen Blick auf seinen eigenen Schatten.

In der Geisterwelt wirkte der Schatten besonders unheimlich, als stamme er aus der tiefsten Dunkelheit der Hölle.

Aus unerklärlichen Gründen fand Jiang Han bei längerem Betrachten, dass dies überhaupt nicht sein eigener Schatten zu sein schien, sondern ein lebendiger Mensch!

Schwung!

Jiang Han zuckte abrupt zusammen. Der Gedanke in seinem Kopf war dermaßen furchterregend, dass er es sich nicht traute, tiefer nachzudenken.

„Du machst dich auf den Weg, gehst nach exakt Norden und findest den Nebeldämon schließlich auf einem Friedhof."

Diesmal waren die Texte in Jiang Hans Pupillen nur noch blass und lösten sich kurz nach ihrem Erscheinen auf.

„Das Ding ist verdammt unheimlich! Irgendwann muss ich unbedingt herausfinden, was es überhaupt ist."

Jiang Han schwor es sich insgeheim.

Tatsächlich hatte er von Anfang an niemals vorgehabt, auf demselben Weg zurückzukehren. Sein gesamtes Verhalten eben diente lediglich dazu, dieses unheimliche Wesen auf die Probe zu stellen.

Den Jadeseele-Stein der Grünen Stufe würde er um jeden Preis bekommen!

Schwung!

Ein blendend weißer Lichtstrahl zuckte auf.

Anschließend zerbrach ein Geist, der beinahe zu fester Substanz verdichtet gewesen war, in unzählige Wassertropfen, die herabrieselten.

„Schnell! Fangt auf!"

Bai Ruoxue in ihrem rosafarbenen Seidenkleid wies die Umstehenden hastig an.

Die anderen zögerten nicht, stürzten vor und benutzten ihre weißen Jade-Reinigungsflaschen, um die Wassertropfen aufzufangen.

„Wie erwartet gibt es unter den Geistern Abstufungen der Stärke. Dieser Geist hat so viele Wassertropfen fallen lassen. Nur leider war der Verbrauch an spiritueller Energie etwas hoch."

Beim Spüren ihrer nur noch spärlichen inneren spiritueller Energie runzelte Bai Ruoxue leicht die Stirn.

Neben ihr ergriff ein junger Mann in grünem Gewand das Wort und lächelte: „Ruoxue, du bist wahrlich das talentierteste Geistwächter-Genie unserer Schule. Dieser Geist war doch kurz davor, sich zu einem Weißstufigen Dämon zu entwickeln, oder?"

Bai Ruoxue warf ihm abrupt einen eisigen Blick zu: „Nenn mich nicht Ruoxue."

Das Gesicht des grüngewandeten jungen Mannes erstarrte.

Schwung!

Bai Ruoxue zog ihr Schwert zurück und fragte: „Wie viel Zeit bleibt noch bis Sonnenuntergang?"

Der grüngewandete junge Mann antwortete: „Noch zwei Stunden."

„Das reicht. Lasst uns erst einmal ausruhen und unsere Kräfte regenerieren, bevor wir weitermachen." In diesen Anweisungen ließ sich Bai Ruoxue unter einem alten Baum im Schneidersitz nieder.

Der grüngewandete junge Mann fügte hinzu: „Ruoxue, unsere weißen Jade-Reinigungsflaschen sind fast voll. Müssen wir wirklich so verbissen weitermachen?"

„Es muss alles perfekt sein!" In Bai Ruoxues schönen Augen lag eine trotzige Entschlossenheit. „Ich werde nicht nur den ersten Platz erringen, sondern dies auch mit erdrückender Überlegenheit, um die Belohnung zu erhalten! Nur so kann die Tianji-Pavillon mein Talent erkennen!"

Zur gleichen Zeit.

Zhang Feng war kreidebleich, seine Stirn troff vor kaltem Schweiß.

Neben ihm hielt ein Junge ein blau schimmerndes Sturmgewehr umklammert und sagte mit besorgter Stimme: „Zhang-Bruder, wir sind wohl in eine Geisternest eingedrungen. Wir müssen sofort fliehen!"

Vor der Gruppe wogten dichte, undurchdringliche Nebelschwaden.

Ein heulendes, gespenstisches Geräusch ertönte unaufhörlich aus dem Nebel — zutiefst erschreckend.

Zhang Feng biss entschlossen die Zähne zusammen und sprach: „In Ordnung! Zweiter Bruder, du und Xiao Zhou, tauscht die Positionen. Denkt daran: Nicht in Panik geraten. Solange wir unsere Geistesfestigkeit wahren, kann uns kein Geist etwas anhaben."

Nach einer Weile gelang es dieser Vierergruppe endlich, den Dornrankendickicht zu durchbrechen.

„Puhh~ puhh~ puhh~"

Zhang Feng starrte auf die bereits gut gefüllte weiße Jade-Reinigungsflasche in seiner Hand und war vor Aufregung außer sich: „Je größer die Gefahr, desto größer die Chance! Die Mühe hat sich gelohnt!"

Plötzlich drehte er sich ruckartig nach rechts um und rief: „Wer ist da?!"

Ein Rascheln war zu hören.

Dann kroch aus dem Gebüsch eine rundliche Gestalt hervor.

Derjenige, dessen Gesicht vor Verlegenheit rot angelaufen war, bewegte nur die Lippen, brachte jedoch kein Wort heraus.

Als Zhang Feng die Person erkannte, schwand sein Argwohn und machte Verachtung Platz: „Ich dachte, wer da wäre — ach, der Kleine Dicke!"

Obwohl der Kleine Dicke aus dem Gebüsch gekrochen war, war seine Kleidung weitaus ordentlicher als die von Zhang Feng und den anderen.