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The "Gift Package" Left by Master · Kapitel 12 — Kapitel 12: Eine Wohngemeinschaft?

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Kapitel 12

Kapitel 12: Eine Wohngemeinschaft?

Nach den Turbulenzen des Einstufungstests hatte Lehrer Zhang nun ein ungefähres Bild von dem kleinen Daoisten, der auf halbem Wege in seine Klasse gestoßen war.

Auch Chen Yuanchu hatte sich inzwischen einen groben Umriss der Regeln und Gepflogenheiten an diesem modernen Gymnasium gemacht.

Als Nächstes standen die routinemäßigen Einschreibungsformalitäten an.

Dank der Vermittlung durch Schulleiter Zhou liefen die verschiedenen Verfahren außergewöhnlich reibungslos.

„Der Unterrichtsrhythmus unserer Schule ist ziemlich straff. Zum Morgenlesen muss man spätestens um 6:45 Uhr im Klassenzimmer sein. Um 12 Uhr ist Unterrichtsschluss, dann gibt es eineinhalb Stunden Mittagspause. Der Nachmittagsunterricht geht bis 17:30 Uhr, die Zeit dazwischen wird freigestellt. Um 18:30 Uhr beginnt die abendliche Selbstlernzeit, die bis 21:30 Uhr dauert."

„Die Schule wird halb geschlossen verwaltet. Man kann im Internat wohnen oder als Externer kommen. Während der Unterrichtszeit ist das Verlassen des Geländes meldepflichtig. Ab der zweiten Oberstufe findet von Montag bis Samstag regulärer Unterricht statt, Sonntag ist frei. Während der Schulzeit muss die Schuluniform getragen werden, auf ein gepflegtes Äußeres ist zu achten. Färben und Dauerwellen sind verboten, langes Haar ist nicht gestattet..."

Lehrer Zhang schwadronierte nebenher vor sich hin, und Chen Yuanchu lauschte aufmerksam. Für andere mochten dies längst in Fleisch und Blut übergegangene eiserne Regeln sein, für ihn jedoch war alles voller Neuigkeiten.

„Ich bringe dich gleich zu den Lehrbüchern, zur Uniform und zum Stundenplan. Was deine Haare und diese Daoistenrobe betrifft..."

„Ach, das macht nichts. Wenn Yuanchu es nicht gewohnt ist, kann er den Haarknoten und die Robe behalten, das stört nicht. Er ist ja ein Mönch, so gehört es sich“, winkte Schulleiter Zhou ab.

Lehrer Zhang traute seinen Ohren kaum und dachte: Wer steht denn sonst immer am liebsten am Schultor und kontrolliert das Aussehen der Schüler?!

Hat dieser Schüler Yuanchi etwa gesehen, wie Sie jemanden umgebracht haben, dass Sie so nachsichtig sind?

Chen Yuanchu glättete die Wogen und lächelte: „Lehrer Zhang hat recht. Ich bin sowohl ein Daoist als auch ein Schüler. In der Schule sollte ich mich an die Schulregeln halten, und auf das Äußere muss man tatsächlich achten."

„Der offizielle Unterricht beginnt erst morgen, heute kannst du es etwas lockerer angehen lassen, Yuanchu. Aber was planst du: Willst du im Internat wohnen oder als Externer kommen?"

„Heißt ‚Internat‘, dass man in der Schule wohnt?"

„Genau. Wir empfehlen den Schülern im Allgemeinen, im Internat zu bleiben. Die Bedingungen sind akzeptabel: Sechserzimmer, mit Klimaanlage und eigenem Bad. Leider sind die Zimmer unserer Klasse schon voll. Ich muss gleich mal sehen, ob ich über die Hausverwaltung ein Bett organisieren kann..."

„Kann ich auch als Externer kommen? Ich habe diesen Kerl hier dabei, im Wohnheim wäre das wohl nicht so praktisch."

Chen Yuanchu deutete auf die fette Katze in seiner Tasche.

„Das ist natürlich auch möglich“, sagte Schulleiter Zhou. „Aber wo willst du dann wohnen, Yuanchu? Du bist neu hier, du wirst wohl noch keine Bleibe in der Nähe haben, oder?"

„Ich möchte in der Nähe eine Unterkunft suchen."

„Mach es doch so“, schlug Schulleiter Zhou vor. „Ich habe eine leerstehende Wohnung, die eigentlich zur Miete angeboten wird. Drei Zimmer, zwei Wohnräume. Vorher haben dort zwei junge Frauen gewohnt, aber eine ist kürzlich ausgezogen. Wenn du nichts dagegen hast, kannst du dort einziehen und die Wohnung teilen."

„Ich habe nichts dagegen, ich fürchte nur, die junge Dame hat etwas dagegen."

„Das dürfte nicht der Fall sein."

Schulleiter Zhou lächelte: „Das Mädchen fühlt sich allein auch etwas unter Druck gesetzt. Vor zwei Tagen hat sie mich sogar gebeten, einen Mitbewohner für sie zu suchen."

„Man sollte sie trotzdem besser fragen."

„Natürlich."

Schulleiter Zhou holte sein Handy heraus und wählte eine Nummer. Mit wenigen Worten erklärte er die Situation.

Am anderen Ende der Leitung erklang eine Frauenstimme: „... Ist es ein Mädchen?"

„Es ist ein Schüler aus der zweiten Oberstufe unseres Gymnasiums. Mach dir keine Sorgen, Xiao Li, sein Charakter ist einwandfrei. Er hat nur eine Katze dabei, ich weiß nicht, ob das ein Problem für dich ist."

„Hmm... dann ist es in Ordnung."

Das Mädchen zögerte kurz und fragte dann vorsichtig: „Onkel Zhou, kann ich die Miete ein paar Tage später zahlen? Mein Gehalt ist noch nicht da, und ich bin gerade etwas knapp bei Kasse..."

„Alles klar, kein Problem. Ab nächsten Monat zahlst du mir einfach deine Hälfte, den Rest der Miete hole ich mir von dem jungen Mann."

„Okay, danke, Onkel Zhou."

Das Telefonat fand im Büro statt, sodass Chen Yuanchu das Gespräch mitanhören konnte. Die Stimme des Mädchens kam ihm bekannt vor, doch durch die elektronische Übertragung konnte er sie auf Anhieb nicht zuordnen.

„Also gut, Yuanchu, dann wohnst du vorerst bei mir."

„Vielen Dank für die Mühe, Schulleiter Zhou. Wie hoch ist die Miete für die Unterkunft? Ich überweise es Ihnen."

„Ach, wir sind wie Familie, darüber reden wir nicht. Wohn einfach dort."

„Dann würde ich mich aber schämen, in Ihrem Haus zu wohnen, Schulleiter Zhou."

„... Du hast wirklich das gleiche Temperament wie dein Meister, stur! Dann besprich die Miete später selbst mit dem jungen Mädchen."

„So gehört es sich."

Chen Yuanchu wusste, wo die Grenzen lagen. Auch wenn Schulleiter Zhou sich um ihn kümmerte, so geschah dies doch aufgrund der Beziehung zu seinem Meister. Wenn er das als selbstverständlich hinnahm, würde er früher oder später zur Last fallen.

„Dann geh du jetzt erst mal mit Lehrer Zhang, um Lehrbücher und Uniformen zu holen, und richte dich im Klassenzimmer ein. Später komme ich vorbei und bringe dich zur Wohnung. Gegen sechs Uhr sollte das Mädchen auch Feierabend haben."

„In Ordnung."

„Ach übrigens, nimm das hier. Das ist meine Mensakarte für Lehrkräfte. Jeden Monat wird ein festes Essensgeld daraufgebucht. Ich brauche sie normalerweise nicht, du kannst sie benutzen."

Diesm