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1. The Youth, The Extraordinary Part 1 · Kapitel 14 — 9. Taiji-Kröten-Atem-Kraft Teil 1

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Kapitel 14

9. Taiji-Kröten-Atem-Kraft Teil 1

„Bruder Chen, ist alles in Ordnung? Wach auf! Schnell, wach auf!“

„Was ist los? Was ist passiert?“

Als er die Rufe neben seinem Ohr hörte, öffnete Chen Mo verwirrt die Augen und schmatzte unbewusst ein paar Mal mit dem Mund. Doch als er die Augen öffnete, sah er, dass der Schlafsaal von vielen Menschen umringt war. Auch Zugführer Yang, der Liu Dazhuang den Berg hinuntergebracht hatte, war zurückgekehrt, und alle sahen ihn besorgt an. Xie Sanye war auch dabei, hielt eine Pfeife in der Hand, rauchte mal hier und mal da, und seine Augen schimmerten im Licht mit einem schwer zu deutenden Glanz. Dann sagte er beiläufig: „Es ist nichts, wahrscheinlich hat er tagsüber irgendwas Falsches gegessen.“

Chen Mo kam wieder zu sich und bemerkte, dass es draußen schon dunkel war, es war bereits Abend. „Was ist mit mir passiert?“

Zugführer Yang sagte verdrießlich: „Fang gar nicht erst an. Du hast über zehn Stunden geschlafen, dein Bauch war aufgebläht wie ein Ball, und wir konnten dich nicht wecken. Ich dachte schon, du wärst fällig. Habe ich nicht gesagt, du sollst keinen Quatsch machen und dich gut ausruhen? Was hast du wieder veranstaltet, und was hast du eigentlich gegessen?“

Als der Bauch erwähnt wurde, veränderte sich Chen Mos Gesichtsausdruck schlagartig, und er sprang vom Bett auf. Doch Zugführer Yang drückte ihn an den Schultern zurück und sagte ernst: „Ich bin noch nicht fertig. Du wirst dich jetzt ausruhen, die Arbeit im Forstbetrieb kannst du erst mal vergessen. Du... was ist mit dir?“

Die Gruppe sah, wie Chen Mos Gesicht plötzlich erboste, dann grün wurde und schließlich sichtlich rot anlief. Sofort wurden alle nervös. Die Exkursion hatte gerade erst begonnen, und schon gab es so viele Komplikationen. Chen Mos Gesicht war angespannt, er atmete tief ein. „Los, drück mich nicht nieder, lass mich erst mal raus.“

Zugführer Yang war ein waschechter Nordostchinese, ehrlich und verantwortungsbewusst. Als er sah, dass Chen Mo in diesem Zustand noch raus wollte, drückte er ihn mit ernstem Gesicht zurück ins Bett. „Du gehst nirgendwohin, du bleibst hier...“

Auf Chen Mos Gesicht lag bereits ein Ausdruck von Qual und Verzerrung. „Ich halte es nicht mehr zurück.“

Zugführer Yang stutzte. „Was hältst du nicht mehr zurück?“

Im nächsten Sekunde ertönte ein unbeschreiblich lauter Furz von unter Chen Mo. „Pfff!“

„Himmel noch mal.“

Die Menschenmenge, die das Bett noch dicht umringt hatte, stürmte augenblicklich zur Tür hinaus. Chen Mo schüttelte Zugführer Yangs Hand ab, sagte kein Wort und presste mit zusammengeklemmten Pobacken zur Toilette. Er hatte tagsüber zu viel auf einmal gegessen, besonders all die Sachen aus den verschiedensten Gegenden im Schlafsaal. Am schlimmsten davon waren die zwei Tüten geröstete Sojabohnen, die Wu Fang dabei hatte. Er hatte sie damals ohne nachzudenken alle gekaut, und jetzt tobte in seinem Magen ein Sturm. Das war wirklich lebensgefährlich.

Erst nach über einer halben Stunde auf der Toilette kam Chen Mo mit erdfarbenem Gesicht heraus. Doch statt erschrocken war er erfreut. Auch wenn es ihn ganz schön durchgeschüttelt hatte, zeigte es doch, dass der vorherige Versuch nicht umsonst war. Vielleicht war seine Methode falsch gewesen. In diesen Wuxia-Romanen stand ja, dass man erst eine Grundlage brauchte, um Kung Fu zu erlernen. Da diese Methode des Luftschluckens die fünf Qi aktivierte, musste man natürlich erst die eigene Essenz und Qi auffüllen. Aber warum hatte er trotz des vielen Essens tagsüber immer noch Hunger? Hatte er nicht genug gegessen?

Er erinnerte sich an die Rezepte zur Nahrungsergänzung und wurde schlagartig klar. Vielleicht war das Essen nicht das Richtige. In den Rezepten stand entweder Fleisch von wilden Tieren oder seltene Kräuter, aber er hatte nur Getreide gegessen. Das musste er noch Gelegenheit haben, zu überprüfen.

Er grübelte noch darüber nach, als er in den Schlafsaal zurückkehrte. Als er Chen Mos eingefallenen Bauch sah, atmete Zugführer Yang erst einmal erleichtert auf, mahnte ihn noch ein paar Worte und ging dann. Xie Sanye hingegen musterte Chen Mo mit einem spielerischen Blick und sagte grinsend: „Ruh dich gut aus, morgen früh komme ich wieder, um dich zu holen.“

Chen Mo wurde von dem alten Burschen ganz unbehaglich angestarrt, zeigte aber äußerlich keine Regung und antwortete nur. Da er die Hintergründe des anderen kannte, hatte er keine Angst.

Als die meisten Leute weg waren, fragte Chen Mo Wu Fang und die anderen: „Wie geht es Liu Dazhuang?“

„Zugführer Yang sagte, es sei nichts Schlimmes, nach ein paar Tagen Erholung kann er zurückkommen.“

Wu Fang saß auf dem Bett, weichte seine stinkenden Füße ein und las mit großem Interesse ein unbekanntes altes Buch. Yu Ping und Yu An standen am Fenster und spielten Schach, während sie über die junge Exkursionsteilnehmerin sprachen, die sie tagsüber getroffen hatten. Mal war es die mit den einfachen Augenlidern, mal die mit den doppelten, sie wussten sogar genau, wie viele Muttermale sie im Gesicht hatte. Chen Mo wurde wieder übel, der Magen war leer, und das Hungergefühl kam zurück, höllisch quälend. Er legte sich auf das Holzbett, dachte über den Inhalt des Fragments nach und schlief dann tief ein.

Die Nacht verging wie im Flug.

Chen Mo hatte es nicht eilig, zum alten Bergwächter zu gehen, um Kung Fu zu lernen. Der Mann hatte einen eigenwilligen Charakter, war launisch und unberechenbar. Wer wu