Das Rotkandenzuckerwasser rollte den Hals hinunter in den Magen, brachte eine Wärme mit sich und vertrieb das durchdringende Kältegefühl in allen Gliedmaßen. Chen Mo atmete schwer, bis der Boden der Schale leer war, und erst dann fühlte er sich wie wiedergeboren.
„Trink langsam, niemand wird es dir streitig machen."
Yang Tiezhus laute Stimme dröhnte in seinen Ohren. Chen Mo wischte sich den Zuckerbrei vom Mundwinkel und konnte erst dann die Szene vor ihm undeutlich erkennen. Das Zimmer war schwach beleuchtet, in der Luft hing ein starker Geruch von luftgetrocknetem Tabak, sein Körper war von einer dicken Baumwollsteppdecke bedeckt, er schwitzte am ganzen Körper, und am Bettrand standen zwei Gestalten.
Neben Yang Tiezhu saß der einäugige Mann Qin Xiaohu auf der Türschwelle und rauchte, die Stirn gerunzelt, als grübele er über ein schwieriges Problem.
„Onkel Qin, wie lange habe ich geschlafen?" Chen Mo fühlte, wie seine Kehle brannte, seine Stimme war heiser.
Qin Xiaohu drückte die Zigarette aus, sein einzelnes Auge blitzte mit einem komplexen Ausdruck auf, sein Tonfall war ruhig: „Einen Tag und zwei Nächte. Nichts Ernstes, nur zwei gebrochene Rippen und einige Hautverletzungen."
Als Chen Mo dies hörte, wollte er sich unbewusst bewegen, wurde aber von den Schmerzen an der verletzten Stelle gepackt und verzog das Gesicht vor Schmerzen. Er unterdrückte das Leiden, sein Blick wanderte durch das leere Schlafzimmer – nicht nur die Menschen waren verschwunden, sondern auch die Bettwäsche und das Gepäck waren fort, sein Herz machte einen Sprung.
„Hör auf zu schauen, sie sind alle den Berg hinabgezogen. Du wirst auch hinunter müssen, komm im nächsten Winter wieder herauf." Qin Xiaohu schien seine Gedanken zu durchschauen, drehte sich eine weitere Zigarette: „Sag mir, was ist passiert, bevor du ohnmächtig wurdest?"
Chen Mo fühlte sich von dem Blick des einzelnen Auges unwohl. Er verstand, was das bedeutete – der Forstbetrieb war bereits übernommen worden. Nach kurzem Nachdenken antwortete er halb wahrheits