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Prologue · Kapitel 11 — Elftes Kapitel: Drei Bedingungen

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Kapitel 11

Elftes Kapitel: Drei Bedingungen

„Ganz abgesehen davon, ob andere meine Rezeptur überhaupt erlernen könnten – warum bedenkt Herr Du nicht, dass, wenn ich ein Nasenheil-Getränk herstellen kann, dann auch die Jishitang-Apotheke es könnte? Der wahre Vorteil der Praxis „Huichun" liegt nicht allein in der Rezeptur – sondern darin, dass ich den Herrn persönlich kenne und wir dieses Geschäft zum beiderseitigen Nutzen betreiben können."

Du Zi'an schwieg eine lange Zeit.

Schließlich fragte er leise: „Also gut. Drei Liang pro Packung – ich nehme an." Er sah Lu Li direkt in die Augen: „Fräulein Lu, aber ich habe auch drei Bedingungen."

Lu Li neigte leicht den Kopf.

Du Zi'an erhob sich, trat einen Schritt vor und senkte die Stimme: „Erstens: Das Heilkraut-Getränk darf ausschließlich über die Praxis „Huichun" vertrieben werden. Fräulein Lu darf es weder an die Jishitang-Apotheke noch an andere verkaufen."

Lu Li zeigte keinerlei Regung und bedeutete ihm fortzufahren.

„Zweitens: Ich erwarte, dass das Heilkraut-Getränk in der kommenden Woche in ausreichender Menge geliefert werden kann – mindestens zwanzig Packungen."

Diesmal war Lu Lis Blick leicht gedankenverloren. Sie erinnerte sich an die wenigen verbliebenen Kräuter in ihrem Beutel. Wenn sie die Rezeptur nicht innerhalb weniger Tage anpassen konnte, würde sie die vereinbarte Menge nicht einhalten können.

Nach kurzem Zögern willigte sie dennoch ein: „Gut."

Du Zi'an lächelte triumphierend: „Drittens..." Er zögerte kurz, als wählte er seine Worte sorgfältig. „Fräulein Lu, ich möchte Sie um einen Gefallen bitten."

Lu Li runzelte die Stirn.

„Die Sache ist die..." Du Zi'an rieb sich verlegen den Nacken. „Mein älterer Bruder... er hat seit einiger Zeit Schwierigkeiten mit einem hartnäckigen Ausschlag an den Händen. Ich habe die Kräuter der Praxis durch alle Varianten durchprobiert, doch nichts hilft. Könnte Fräulein Lu vielleicht..."

Er sprach nicht weiter, doch seine Augen glänzten hoffnungsvoll.

Lu Li musterte ihn schweigend.

Qingluan, die die ganze Zeit schweigend zugehört hatte, räusperte sich plötzlich: „Herr Du, wie viel Silber bieten Sie denn für die Behandlung des Ausschlags?"

Du Zi'an zuckte zusammen. „Selbstverständlich – selbstverständlich bezahle ich! Was wäre angemessen, Fräulein Lu?"

Lu Li legte ihre Hand auf die Teetasse, fühlte die wärmende Keramik und sprach gelassen: „Die drei Liang pro Packung sind der Handelspreis. Was die Behandlung des Ausschlags betrifft... das ist eineSeparate Angelegenheit. Wenn Herr Du möchte, dass ich mir die Sache ansehe, werde ich zunächst die Diagnose stellen. Dann können wir über den Preis verhandeln."

Du Zi'an war hocherfreut und verbeugte sich tief: „Vielen Dank, Fräulein Lu! Wann wäre es Ihnen genehm?"

Lu Li erhob sich, warf einen Blick auf den Himmel und sprach: „Morgen Vormittag. Führen Sie Ihren Bruder in den Gasthof „Yuelai"."

Als Du Zi'an sich离去te, war sein Gang federnd und leicht.

Qingluan sah ihm nach, bis er außer Sicht war, dann wandte sie sich an Lu Li mit gerunzelter Stirn: „Herrin, warum haben Sie nur so leicht nachgegeben? Drei Liang pro Packung, das ist viel zu billig! Die Jishitang-Apotheke hätte gewiss das Doppelte geboten!"

Lu Li hob die Teetasse, nippte daran und sprach gelassen: „Geld ist nicht alles. Wichtiger ist, dass die Praxis „Huichun" als fester Kundenstamm erhalten bleibt. Außerdem..." Sie stellte die Tasse ab und lächelte leicht. „Hat sie wirklich gedacht, ich wüsste nicht, dass er der Sohn der Du-Familie ist?"

Qingluan war verblüfft.

Lu Li erhob sich, strich ihr Kleid glatt und sprach in ruhigem Ton: „Die Du-Familie ist eine alte Arztendynastie. Wenn ich mich mit ihnen verbünde, werden die Geschäfte in der Hauptstadt viel einfacher werden.走吧 – wir sollten zurückgehen und die Kräuter für morgen vorbereiten."

Die Sonne ging langsam unter, und die Schatten der Trauerweiden erstreckten sich weit über die Erde. Am Himmel flogen Schwärme von Weidensamen davon, wie winzige weiße Federn, die den Frühling in der Hauptstadt begrüßten.

Als Lu Li am Fenster stand und hinausblickte, dachte sie: Die Hauptstadt war wahrlich ein Ort, an dem alles möglich war.

Am Horizont glänzte der Yingyue-Fluss wie ein silbernes Band, und das Schimmern der untergehenden Sonne tanzte auf der Wasseroberfläche wie gesprenkeltes Gold.